Die Jagd nach Gollum wird am 17. Dezember 2027 das große Comeback von Mittelerde auf der Kinoleinwand markieren [1]. Unter der Regie von Andy Serkis und produziert von Peter Jackson verspricht dieser neue „Herr der Ringe“-Film bereits jetzt, faszinierend zu werden [2]. Die Handlung wird zudem eine Epoche beleuchten, die den Zuschauern bislang noch weitgehend unbekannt ist.
Lange vor Frodo’s Reise nach Mordor versucht Gandalf, das wahre Wesen des Einen Rings zu ergründen. Um Antworten zu finden, muss er denjenigen aufspüren, der ihn jahrhundertelang besessen hat: Gollum. Aragorn begibt sich daraufhin auf die Suche nach ihm quer durch Mittelerde.
Aber worum geht es in „The Hunt for Gollum“ eigentlich? Welche Schauspieler werden wir wieder sehen? Wo finden die Dreharbeiten statt? Und vor allem: Welche Passagen aus Tolkiens Werken könnten auf der Leinwand zu sehen sein? Besetzung, Dreharbeiten, Zeitachse, Figuren, Anekdoten und Geheimnisse rund um Tolkien: Wir haben alle verfügbaren Informationen zusammengetragen. Tauchen wir also hinter die Kulissen dieser neuen Reise nach Mittelerde ein.
🔄 Regelmäßig aktualisierter Bericht
Die Dreharbeiten zu Die Jagd nach Gollum ist derzeit in Arbeit. Daher werden bis zum Kinostart im Dezember 2027 nach und nach neue Informationen veröffentlicht. Dieser Artikel wird regelmäßig mit offiziellen Ankündigungen, neuen Darstellern, Bildern, Trailern und wichtigen Neuigkeiten zum Film aktualisiert.
Letzte Aktualisierung: 14. August 2026

„The Hunt for Gollum“: Wie ist der aktuelle Stand des Films?
„The Hunt for Gollum“ ist nun in eine sehr konkrete Phase eingetreten. Nach mehreren Jahren voller Ankündigungen und Gerüchte haben die Hauptdreharbeiten im Juli 2026 in Neuseeland begonnen [3]. Andy Serkis hat somit wieder seinen Motion-Capture-Anzug angezogen und vor allem seine legendäre Rolle als Gollum übernommen. Diesmal geht seine Rolle jedoch weit über das Schauspielern hinaus, da er den Film auch inszeniert.
Auch Peter Jackson steht weiterhin im Mittelpunkt dieses neuen Abenteuers. Er produziert das Projekt gemeinsam mit Fran Walsh und Philippa Boyens, zwei zentralen Persönlichkeiten der früheren Verfilmungen. Somit reiht sich „The Hunt for Gollum“ eindeutig in das filmische Erbe ein, das seit „Die Gefährten“ aufgebaut wurde.
Auch die Besetzung lässt bereits das Ausmaß des Projekts erahnen. Ian McKellen wird erneut Gandalf verkörpern, während Elijah Wood in die Rolle des Frodo zurückkehren wird. Auch Lee Pace wird erneut in die Rolle des Thranduil schlüpfen. Aragorn hingegen wird ein neues Gesicht bekommen: Jamie Dornan wird Strider verkörpern und damit Viggo Mortensen in dieser Lebensphase des Wanderers ablösen.
Weitere neue Gesichter kommen nach Mittelerde. Zu den angekündigten Darstellern gehören unter anderem Kate Winslet, Leo Woodall und Anya Taylor-Joy. Einige von ihnen werden noch unbekannte Figuren verkörpern. Daher wird ein Teil ihrer Rollen bewusst geheim gehalten.
Schließlich hat Warner Bros. den US-Kinostart von „The Hunt for Gollum“ auf den 17. Dezember 2027 festgelegt [1]. Der Film hat also noch viele Monate für Produktion und Postproduktion vor sich. Neue Informationen dürften nach und nach Aufschluss über sein wahres Gesicht geben.
„Die Jagd nach Gollum“ in Kürze
| Informationen | Details |
|---|---|
| Titel | Der Herr der Ringe: Die Jagd nach Gollum |
| Kinostart | 17. Dezember 2027 |
| Regisseur | Andy Serkis |
| Gollum / Sméagol | Andy Serkis |
| Gandalf | Ian McKellen |
| Frodon | Elijah Wood |
| Thranduil | Lee Pace |
| Aragorn / Strider | Jamie Dornan |
| Neue Akteure angekündigt | Kate Winslet, Leo Woodall, Anya Taylor-Joy |
| Produzent | Peter Jackson |
| Angekündigtes Szenario | Fran Walsh, Philippa Boyens, Phoebe Gittins und Arty Papageorgiou |
| Drehort | Neuseeland |
| Drehbeginn | Juli 2026 |
| Studios | New Line Cinema / Warner Bros. Pictures |
| Universum | Mittelerde von J.R.R. Tolkien |
Wie ist das Projekt „The Hunt for Gollum“ entstanden?
Mehrere Jahre lang schien Peter Jacksons filmisches Abenteuer in Mittelerde beendet zu sein. Doch im Februar 2023 gaben Warner Bros. und New Line Cinema eine neue Vereinbarung mit Middle-earth Enterprises bekannt. Diese sieht die Entwicklung mehrerer Filme vor, die von den Werken J.R.R. Tolkiens inspiriert sind. Damit hatte sich eine neue Tür nach Mittelerde geöffnet.
Der eigentliche Wendepunkt kam im Mai 2024. Warner Bros. kündigte damals ein erstes neues Projekt an, in dessen Mittelpunkt Gollum stehen sollte. Vor allem kehrten drei bekannte Namen sofort zurück: Peter Jackson, Fran Walsh und Philippa Boyens [2]. Das Ziel wurde klar. Das Studio möchte das mit „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ geschaffene Filmuniversum fortsetzen, anstatt ganz von vorne anzufangen.
Peter Jackson übernimmt jedoch nicht erneut die Regie. Diese wird Andy Serkis anvertraut, dem langjährigen Darsteller von Gollum. Diese Wahl ist keineswegs zufällig. Serkis kennt die Gesten, die Widersprüche und die Psyche von Sméagol seit über zwanzig Jahren. Zudem verfügt er mittlerweile über fundierte Erfahrung hinter der Kamera.
Das Projekt nimmt damit eine besonders spannende Wendung. Anstelle eines neuen, gewaltigen Krieges dürfte „The Hunt for Gollum“ eine intimere Geschichte beleuchten. Aragorn verfolgt Gollum, während sich Saurons Schatten bereits über Mittelerde ausbreitet. Hinter dieser scheinbar nebensächlichen Jagd verbirgt sich jedoch eines der Ereignisse, die direkt zum Ringkrieg führen werden.
Eine Rückkehr nach Mittelerde, aber keine bloße Nostalgieübung
Peter Jackson ist weiterhin sehr stark als Produzent involviert. Er möchte Andy Serkis jedoch echte Freiheit als Regisseur lassen. Er erklärte insbesondere, dass Serkis besonders gut geeignet sei, diese Geschichte aus der Perspektive von Gollum zu erzählen.
Dieser Ansatz könnte den Film deutlich von den bisherigen Abenteuern unterscheiden. Tatsächlich hat Peter Jackson den Film „Joker“ von Todd Phillips als Beispiel angeführt, um bestimmte Überlegungen zu diesem Projekt zu erläutern. Der Vergleich bezieht sich vor allem auf die psychologische Auseinandersetzung mit einer Figur, die dem Publikum bereits bekannt ist. Das bedeutet also nicht, dass „The Hunt for Gollum“ versuchen wird, das Universum oder den Ton von „Joker“ nachzuahmen.

💡 Wusstest du das schon?
Als Warner Bros. die Rückkehr von Mittelerde auf die Kinoleinwand im Jahr 2024 ankündigte, „The Hunt for Gollum“ war nicht der einzige Film, der in Betracht gezogen wurde. Das Studio hatte die Entwicklung von zwei neue Spielfilme mit Peter Jackson, Fran Walsh und Philippa Boyens. Das zweite Projekt ist noch immer geheimnisumwittert. So könnte das Abenteuer um Gollum vor allem den Beginn einer neuen Ära für die Film-Saga markieren.
Warum Gollum? Die Geschichte, die Tolkien zwischen den Zeilen versteckt hatte
Auf den ersten Blick mag es überraschend erscheinen, einen ganzen Film der Jagd auf Gollum zu widmen. Doch diese Jagd spielt eine entscheidende Rolle in der Geschichte des Einen Rings. Sie beginnt schon lange bevor Frodo das Auenland verlässt und verrät vor allem, warum Gandalf Gollum unbedingt finden musste.
Nach Bilbos Aufbruch hegt Gandalf immer größere Zweifel hinsichtlich der Herkunft seines geheimnisvollen Rings [4]. Dieser altert fast gar nicht mehr, und sein früherer Besitzer, Gollum, hatte ihn jahrhundertelang aufbewahrt. Allerdings verfügt der Zauberer noch über keinen schlüssigen Beweis, um das Objekt zu identifizieren.
Gollum wird daraufhin zu einem entscheidenden Zeugen. Er kennt den Ring, seine Macht und vor allem die Umstände seiner Entdeckung. Gandalf bittet daher Aragorn um Hilfe, einen hervorragenden Fährtenleser und großen Kenner der Wildnis. Gemeinsam versuchen sie, die Kreatur aufzuspüren. Diese ist jedoch schon längst verschwunden.
Und während Aragorn nach ihm sucht, begeht Gollum einen schrecklichen Fehler: Er nähert sich Mordor.
Als Sauron die Wörter «Sacquet» und «Comté» entdeckt»
Gollum gerät schließlich in die Hände von Saurons Dienern. In Mordor wird er gefangen gehalten und gefoltert, woraufhin er zwei Informationen preisgibt, die das Schicksal von Mittelerde grundlegend verändern werden:
«Sacquet» und «Comté» [4]. .
Sauron begreift nun, dass sein Ring noch immer existiert. Vor allem verfügt er nun über einen Anhaltspunkt, um denjenigen aufzuspüren, der ihn nach Gollum in Besitz genommen hat. Diese Erkenntnis trägt unmittelbar zu den Ereignissen bei, die später die Nazgûl ins Auenland führen werden.
Gollum verlässt Mordor schließlich doch. Aragorn nimmt daraufhin seine Spur wieder auf und verfolgt ihn durch besonders gefährliche Gebiete. Die Verfolgung führt den Wanderer schließlich bis zu den Totenmooren, direkt vor die Tore von Saurons Reich.
Dort gelang es Aragorn schließlich, denjenigen zu fangen, den Gandalf schon so lange gesucht hatte.
Und paradoxerweise wird die Gefangennahme von Gollum vielleicht der einfachste Teil seiner Reise sein.
Denn Aragorn muss seinen Gefangenen nun lebend durch einen riesigen Teil von Mittelerde zurückbringen.
Wie lange hat Aragorn eigentlich nach Gollum gesucht?
Gollum aufzuspüren war keine einfache Mission, die sich in wenigen Wochen erledigen ließ. Ganz im Gegenteil: Tolkien beschreibt eine lange, beschwerliche Suche, die nur mit Unterbrechungen fortgesetzt wurde. Sie führte Aragorn sogar in die gefährlichsten Gegenden Mittelerdes.
Im Jahr 3009 des Dritten Zeitalters nehmen Gandalf und Aragorn ihre Jagd auf Gollum wieder intensiv auf. In den folgenden acht Jahren setzen sie ihre Suche in regelmäßigen Abständen fort. Es gibt jedoch noch immer keine Spur, die es ermöglichen würde, die Kreatur dauerhaft aufzuspüren. [6]
Aragorn durchstreift daraufhin die wilden Gefilde und treibt seine Suche immer weiter nach Osten voran. Unterdessen nähert sich Gollum gefährlich Mordor. Schließlich fällt er in die Hände Saurons, bevor er seine Freiheit wiedererlangt. [6]
Im Jahr 3017 des Dritten Zeitalters ändert sich die Lage. Aragorn kommt ihm endlich auf die Spur und wagt sich bis in die Totenmoore an der Grenze zu Mordor vor. In dieser unheimlichen Gegend gelingt es ihm schließlich, Gollum gefangen zu nehmen. [5] [6]
Die Mission des Waldläufers ist jedoch noch lange nicht beendet.
Aragorn muss nun seinen Gefangenen lebend nach Norden zurückbringen. Doch Gollum erweist sich als gerissen, feindselig und besonders schwer zu bändigen. Die Reise, die nun beginnt, könnte dem neuen Film einen Großteil seines Abenteuers liefern.
📊 Eine achtjährige Jagd … aber nicht ohne Unterbrechung
8 Jahre Forschung, von 3009 bis 3017
In 3009 im Dritten Zeitalter, Gandalf und Aragorn setzen ihre Suche nach Gollum fort. Tolkien stellt jedoch klar, dass sie diese Jagd fortsetzen «in Abständen» während der folgenden acht Jahre. Aragorn verbringt also nicht ganze acht Jahre damit, der Kreatur auf der Spur zu sein. [6]
Die Suche erstreckt sich über mehrere Zeitabschnitte und führt den Wanderer nach und nach immer weiter nach Osten. Währenddessen setzt Gollum seine eigenen Streifzüge fort und gelangt schließlich sogar bis nach Mordor.
Nur wenn 3017 dass Aragorn schließlich seine Spur wiederfindet. Seine Suche führt ihn dann bis nach Sumpf der Toten, vor den Toren von Saurons Reich. Endlich gelingt es ihm, denjenigen zu fangen, den Gandalf seit Jahren sucht. [5] [6]
So lassen sich anhand dieser acht Jahre das Ausmaß der Geschichte ermessen, die Tolkien größtenteils außer Acht gelassen hat. Vor allem bieten sie Die Jagd nach Gollum ein riesiger erzählerischer Raum, den es zu erkunden gilt.
Von den Totenmooren bis zum Schwarzwald: Die unglaubliche Reise von Aragorn und Gollum
Gollum zu fangen, ist letztlich nur die erste Hürde für Aragorn. Nun muss der Waldläufer seinen Gefangenen bis ins Königreich von Thranduil im hohen Norden bringen. Vor allem muss er die Umgebung von Mordor verlassen, ohne die Aufmerksamkeit von Saurons Dienern auf sich zu ziehen. [7]
Aragorn wählte daher eine besonders vorsichtige Route. Zunächst zog er in Richtung Norden am Emyn Muil entlang und erreichte dann in der Nähe von Sarn Gebir den Anduin. Anschließend setzte er seine Reise nach Norden fort und hielt sich dabei hauptsächlich am Westufer des Flusses. [7]
Seine Reise führt ihn daraufhin in die Nähe von Fangorn und anschließend jenseits des Klaren Flusses. Aragorn kommt auch am Rande von Lothlórien vorbei. Die Elben erfahren von seinem Durchzug und leiten die Nachricht schließlich an Gandalf weiter. [7]
Der Wanderer macht jedoch einen Bogen um Moria und setzt seinen Weg nach Norden fort. Schließlich erreicht er die Umgebung von Carrock, jenem gigantischen Felsen, der bereits in „Der Hobbit“ erwähnt wurde. Dort erwartet ihn eine neue Herausforderung: Er muss mit Gollum erneut den Anduin überqueren.

Die Beorniden sollen Aragorn und seinem seltsamen Gefangenen geholfen haben
In der Nähe des Carrock helfen die Beorniden Aragorn, den Anduin zu überqueren. Der Wanderer kann daraufhin seine Reise mit Gollum in Richtung des Schwarzen Waldes fortsetzen. [7]
Dieses Detail ist für „The Hunt for Gollum“ besonders interessant. Denn die Béorniden gehören zu dem Volk, das mit Beorn in Verbindung steht – einer Figur, die bereits in „Der Hobbit“ vorkommt. Der neue Film hat also einen hervorragenden erzählerischen Grund, diesen Teil von Mittelerde erneut zu besuchen.
Allerdings ist Vorsicht geboten: Die Mitwirkung der Beorniden im Film ist derzeit noch nicht bestätigt. Tolkien weist ihnen auf dieser Reise eine Rolle zu. Es steht Andy Serkis und den Drehbuchautoren jedoch frei, diese Episode zu zeigen, sie anzupassen oder lediglich anzudeuten.
Schließlich erreicht Aragorn das Waldreich von Thranduil. Dort übergibt er Gollum den Elben, wie es mit Gandalf vereinbart worden war.
Nach jahrelanger Suche und einer beschwerlichen Reise scheint Aragorns Mission endlich beendet zu sein.
Für Gollum hingegen fangen die Schwierigkeiten erst richtig an.
💡 Wusstest du das? Aragorn soll den Anduin zusammen mit Gollum durchschwommen haben
Tolkien liefert ein recht pikantes Detail zu dieser seltsamen Expedition. Bei der Überquerung des Anduin muss Aragorn verhindern, dass Gollum den Fluss zur Flucht nutzt.
Der Wanderer hätte dann seinen Gefangenen an ein Stück Holz gefesselt, bevor er den Fluss schwimmend überquerte und ihn dabei mit sich zog. [7]
Diese kleine Szene zeigt, wie kompliziert es war, Gollum lebend zurückzubringen. Sie könnte auch einen unvergesslichen Moment bieten, sollte Andy Serkis beschließen, sie in Die Jagd nach Gollum.

Wann spielt „The Hunt for Gollum“ in der Chronologie von „Der Herr der Ringe“?
Um „Die Jagd nach Gollum“ zu verstehen, muss man einige Jahre vor dem Ringkrieg zurückblicken. Zu dieser Zeit lebte Frodo noch friedlich im Auenland. Doch anderswo in Mittelerde hatten die Ereignisse, die schließlich zu seiner Abreise führen sollten, bereits begonnen.
In Tolkiens Schriften nimmt Aragorn Gollum im Jahr 3017 des Dritten Zeitalters gefangen. Anschließend bringt er ihn ins Waldreich, wo die Kreatur den Elben von Thranduil anvertraut wird. Gandalf kann ihn daraufhin befragen und wertvolle Informationen über den Ring erhalten. [5] [6]
Einige Monate später gelang es Gollum jedoch, zu entkommen. Diese Flucht war keineswegs ein Zufall. Saurons Truppen griffen die Elben an, die ihn bewachten, wodurch die Kreatur im Schwarzen Wald verschwinden konnte. [5] [6]
In der Zwischenzeit setzt Gandalf seine Nachforschungen fort. Er durchsucht unter anderem die Archive von Gondor und stößt dabei auf Isildurs Bericht über den Ring. Nach und nach fügen sich somit die letzten Teile des Puzzles zusammen. [4] [6]
Der wahre Krieg um den Ring rückt näher.
Könnte der Film Tolkiens Chronologie verändern?
Hier wird es besonders interessant.
In den Büchern liegen siebzehn Jahre zwischen Bilbos 111. Geburtstag und Frodo Aufbruch aus dem Auenland. Tolkien verfügt somit über einen sehr weitreichenden zeitlichen Rahmen, um die Suche von Gandalf und Aragorn zu schildern. [6]
In Peter Jacksons Trilogie wurde dieser Zeitraum jedoch stark verkürzt. Auf der Leinwand hat der Zuschauer den Eindruck, dass sich die Ereignisse nach Bilbos Aufbruch viel schneller aneinanderreihen.
„The Hunt for Gollum“ gehört jedoch zum selben Filmuniversum.
Andy Serkis und die Drehbuchautoren werden sich daher wahrscheinlich mit zwei unterschiedlichen Zeitabläufen auseinandersetzen müssen: dem besonders detaillierten von Tolkien und dem wesentlich strafferen aus den Filmen von Peter Jackson.
Auch aus diesem Grund wäre es gewagt, heute zu behaupten, dass der Film die Jagd von 3009 bis 3017 exakt nacherzählen wird. Tolkiens Texte bilden zweifellos die Grundlage dafür. Allerdings könnte die Chronologie angepasst werden, um die Kohärenz mit den sechs vorherigen Filmen zu wahren.
💡 Wusstest du das? Frodo ist noch nicht 33 Jahre alt, als er das Auenland verlässt
In Die Gemeinschaft des Rings, Frodo erhält den Ring in 33 Jahre alt, anlässlich von Bilbons Geburtstag im Jahr 3001. Seine eigentliche Reise beginnt jedoch erst im Jahr 3018.
Frodo ist also 50 Jahre alt, als er schließlich das Auenland verlässt. [6]
Peter Jackson lässt diese siebzehn Jahre des Wartens in seiner Verfilmung praktisch außer Acht. Dieser Unterschied könnte von Bedeutung sein für Die Jagd nach Gollum, da sich die Geschichte von Aragorn und Gollum genau in dieser Zeit abspielt.

Wer wird in „The Hunt for Gollum“ mitspielen? Die bestätigte Besetzung
„The Hunt for Gollum“ wird eindeutig auf zwei Ebenen spielen. Einerseits kehren mehrere bekannte Gesichter nach Mittelerde zurück. Andererseits werden neue Schauspieler bekannte Figuren verkörpern oder Rollen übernehmen, die speziell für diese Geschichte geschaffen wurden.
Es überrascht nicht, dass Andy Serkis erneut in die Rollen von Gollum und Sméagol schlüpfen und gleichzeitig die Regie des Films übernehmen wird. Mehr als zwanzig Jahre nach seiner Darstellung in der Original-Trilogie wird der Schauspieler also wieder in eine Rolle schlüpfen, die seine Karriere nachhaltig geprägt hat. [10]
Zwei weitere Comebacks dürften Fans von „Der Herr der Ringe“ besonders begeistern. Ian McKellen wird erneut in die Rolle des Gandalf schlüpfen, während Elijah Wood wieder in die Rolle des Frodo Beutlin schlüpfen wird. Ihre Mitwirkung wirft jedoch einige spannende Fragen auf. Tatsächlich spielt die von Tolkien erzählte Geschichte vor Frodo Beutlins Aufbruch nach Hobbittstadt. [10]
Was „Der Hobbit“ betrifft, wird Lee Pace erneut in die Rolle des Thranduil schlüpfen. Seine Rückkehr erscheint besonders naheliegend. Wie wir bereits gesehen haben, führt Aragorn Gollum ins Waldreich, um ihn den Elben zu übergeben. Thranduil könnte daher in diesem Teil der Geschichte eine wichtige Rolle spielen. [10]
Die spektakulärste Veränderung betrifft jedoch zweifellos Aragorn.
Jamie Dornan wird Aragorn spielen: Ist das das riskanteste Unterfangen des Films?
Nun ist es offiziell: Jamie Dornan wird Aragorn, auch bekannt als Strider oder Großschritt, verkörpern. Er tritt damit die Nachfolge von Viggo Mortensen an, dessen Darstellung untrennbar mit Peter Jacksons Trilogie verbunden bleibt. [10]
Diese Entscheidung ist besonders interessant, da der Film einen Aragorn zeigen dürfte, der noch immer sein Leben als Waldläufer führt. Wir sind also weit entfernt von dem gekrönten König am Ende von „Die Rückkehr des Königs“. „The Hunt for Gollum“ könnte den einsamen Fährtenleser näher beleuchten, der wochenlang in der Wildnis überleben kann.
Jamie Dornan steht jedoch vor einer gewaltigen Herausforderung. Es geht nicht nur darum, Aragorn zu verkörpern. Er muss eine Figur übernehmen, die Viggo Mortensen tief in der kollektiven Vorstellung verankert hat.
Die Ankündigung hat übrigens bei den Fans gemischte Reaktionen ausgelöst. Einige bedauern bereits, dass Mortensen nicht dabei sein wird. Andere freuen sich darauf, eine andere Darstellung eines jüngeren Aragorn zu erleben. [10]
Kate Winslet kehrt in das Universum von Peter Jackson zurück
Eine weitere Überraschung: Kate Winslet kehrt in der Rolle der Marigol nach Mittelerde zurück. [10]
Diese Besetzung hat einen ganz besonderen Reiz. Schon lange vor „Titanic“ hatte Kate Winslet mit Peter Jackson in dem 1994 erschienenen Film „Heavenly Creatures“ zusammengearbeitet. Mehr als dreißig Jahre später kreuzen sich ihre Wege nun erneut bei einer Produktion unter der Leitung des neuseeländischen Regisseurs.
Marigol wird als Hobbit angekündigt. Was ihre genaue Rolle in der Handlung angeht, ist jedoch Vorsicht geboten, solange Warner Bros. keine weiteren Informationen bekannt gegeben hat.
Anya Taylor-Joy wird die Rolle der Seren, einer neuen Elfe, übernehmen
Seit Juni 2026 ist die Besetzung um einen weiteren namhaften Star reicher: Anya Taylor-Joy.
Die Schauspielerin wird die Rolle der Seren übernehmen, die als Sindar-Elfe aus dem Waldreich beschrieben wird. Diese Figur weist eine für Tolkien-Fans wichtige Besonderheit auf: Seren kommt in den Originalwerken von J.R.R. Tolkien nicht vor. Sie wurde speziell für den Film erschaffen. [11]
Ihre Zugehörigkeit zum Königreich von Thranduil ist wahrscheinlich kein Zufall. Seren könnte während Gollums Gefangenschaft oder im Zusammenhang mit den Ereignissen rund um seine Flucht eine Rolle spielen. Zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich jedoch um eine narrative Möglichkeit und nicht um eine bestätigte Information.
Leo Woodall wird Halvard spielen, eine weitere Figur, die noch im Dunkeln liegt
Schließlich wird Leo Woodall die Rolle des Halvard übernehmen. [10]
Bislang bleibt seine Figur noch weitaus geheimnisvoller. Seine Mitwirkung wurde zusammen mit der Hauptbesetzung angekündigt, doch seine genaue Rolle bei der Jagd auf Gollum wurde noch nicht eindeutig enthüllt.
Sobald Warner Bros. neue Informationen bekannt gibt, werden wir diesen Artikel regelmäßig aktualisieren, um mehr über Halvards Rolle in „The Hunt for Gollum“ zu erfahren.

Die bestätigte Besetzung auf einen Blick
| Schauspieler | Figur | Status |
|---|---|---|
| Andy Serkis | Gollum / Sméagol | Zurück |
| Ian McKellen | Gandalf | Zurück |
| Elijah Wood | Frodo Beutlin | Zurück |
| Lee Pace | Thranduil | Zurück |
| Jamie Dornan | Aragorn / Strider | Neue Besetzung |
| Kate Winslet | Ringelblume | Neuer Charakter |
| Leo Woodall | Halvard | Neuer Charakter |
| Anya Taylor-Joy | Seren | Neuer Charakter |
Und was hat Viggo Mortensen damit zu tun?
Als 2024 „The Hunt for Gollum“ angekündigt wurde, stellte sich sofort die Frage: Könnte Viggo Mortensen die Rolle des Aragorn erneut übernehmen?
Der Schauspieler hatte übrigens nichts gegen diese Idee einzuwenden. Bei einer Befragung im Jahr 2024 erklärte er, dass es ihm großen Spaß gemacht habe, Aragorn zu spielen, und dass er bereit sei, zurückzukehren. Allerdings stellte er eine wesentliche Bedingung: Seine Rückkehr müsse angesichts seines Alters und der Figur glaubwürdig bleiben. [12]
Auch Philippa Boyens wollte den ursprünglichen Aragorn wieder auf die Leinwand bringen. Ende 2024 erklärte die Drehbuchautorin, dass die Entscheidung insbesondere von Viggo Mortensen abhängen würde. Das Team erwog sogar, die Möglichkeiten digitaler Technologien zu nutzen, um einen jüngeren Aragorn darzustellen. [13]

Schließlich nahm das Projekt eine andere Wendung. Im April 2026 bestätigte Andy Serkis, dass Viggo Mortensen die Rolle des Aragorn nicht erneut übernehmen werde und dass die Rolle einem neuen Schauspieler anvertraut werde. Jamie Dornan wurde daraufhin offiziell für die Rolle des Waldläufers ausgewählt.
Aber die Geschichte nimmt ein recht schönes Ende. Laut Andy Serkis unterstützt Viggo Mortensen die Wahl von Jamie Dornan als seinen Nachfolger. Der ehemalige Aragorn soll seinem Nachfolger also seinen Segen gegeben haben. [14]
Mehr als zwanzig Jahre nach „Die Rückkehr des Königs“ zeigt sich Aragorn nun in einem neuen Gewand. Doch der Schatten der Darstellung durch Viggo Mortensen wird Jamie Dornans erste Schritte in Mittelerde zwangsläufig begleiten.
Warum führt Andy Serkis bei „The Hunt for Gollum“ Regie?
Die Regie für „The Hunt for Gollum“ Andy Serkis anzuvertrauen, mag heute selbstverständlich erscheinen. Doch seine Rolle geht weit über die eines Schauspielers hinaus, der zu seiner Lieblingsfigur zurückkehrt. Diesmal wird Serkis sowohl Gollum als auch den Regisseur des Films übernehmen. [2]
Peter Jackson hätte durchaus selbst wieder die Regie übernehmen können. Der neuseeländische Filmemacher zog es jedoch vor, weiterhin als Produzent tätig zu sein. Seiner Meinung nach muss die Geschichte insbesondere die Psychologie von Gollum und seine fast schon süchtig machende Beziehung zum Ring beleuchten. Für Jackson kennt niemand diese Figur besser als Andy Serkis. [15]
Diese Entscheidung verleiht dem Projekt somit eine faszinierende Besonderheit. Seit mehr als zwanzig Jahren hat Serkis die Stimme, die Bewegungen und die Widersprüche von Sméagol entwickelt. Künftig kann er nun auch entscheiden, wie der Zuschauer seine Geschichte entdecken wird.
Peter Jackson möchte ihm übrigens echte kreative Freiheit lassen. Er steht weiterhin als Produzent zur Verfügung, will den Film aber nicht über Serkis lenken. [15]
Somit dürfte „The Hunt for Gollum“ nicht einfach darauf abzielen, die ursprüngliche Trilogie nachzubilden. Der Film wird weiterhin an deren visuelles und erzählerisches Universum anknüpfen. Andy Serkis wird jedoch seine eigene Sichtweise auf Mittelerde einbringen können.
Von Gollum zum Regisseur: Andy Serkis kennt sich hinter den Kulissen bereits bestens aus
Dieser Ausflug hinter die Kamera ist für Andy Serkis keineswegs eine Premiere.
Bereits während der Dreharbeiten zur „Hobbit“-Trilogie hatte Peter Jackson ihm die Leitung der zweiten Drehgruppe anvertraut. Serkis war somit parallel zu den Hauptdreharbeiten an der Entstehung zahlreicher Sequenzen beteiligt. [16]
Seitdem hat er mehrere Spielfilme gedreht, darunter „Breathe“, „Mowgli: Die Legende vom Dschungel“ und „Venom: Let There Be Carnage“. Seine Rückkehr nach Mittelerde erfolgt somit nach mehreren Jahren Erfahrung hinter der Kamera.
Aber „The Hunt for Gollum“ ist natürlich ein ganz besonderes Projekt.
Andy Serkis kehrt nicht einfach nur in ein ihm vertrautes Universum zurück. Er übernimmt nun die Leitung jener Welt, in der Gollum auf der Leinwand zum Leben erweckt wurde.
Und der erste Einblick in die Dreharbeiten hat das auf recht amüsante Weise gezeigt.
Im Juli 2026 veröffentlichte Warner Bros. ein kurzes Video, in dem der offizielle Produktionsstart in Neuseeland angekündigt wurde. Serkis ist darin in einem Performance-Capture-Anzug zu sehen, wirft einen Blick in sein Drehbuch und nimmt dann fast augenblicklich die charakteristische Haltung von Gollum ein, bevor die Dreharbeiten beginnen. [3]

Die Performance-Capture-Technik für Gollum hat sich enorm weiterentwickelt
Das ist vielleicht einer der interessantesten technischen Aspekte des neuen Films.
Anfang der 2000er Jahre war die Darstellung von Gollum mit einem besonders komplexen Verfahren verbunden. Andy Serkis spielte gemeinsam mit den anderen Darstellern. Bestimmte Darstellungen mussten jedoch anschließend in einer speziell für die Motion-Capture-Aufnahmen konzipierten Umgebung nachgestellt werden. [16]
Mehr als zwanzig Jahre später haben sich die Techniken erheblich weiterentwickelt.
Serkis spricht nun von «Full Performance Capture». Körper, Gesicht und Stimme des Schauspielers können während der Darbietung gemeinsam aufgezeichnet werden. Diese Entwicklung ermöglicht es insbesondere, dass Gollum inmitten der anderen Schauspieler und Kulissen viel natürlicher dargestellt werden kann. [17]
Und dieser Fortschritt könnte eine besonders interessante Folge haben: Der Gollum von 2027 könnte der historischen Darstellung von Serkis zutiefst treu bleiben und gleichzeitig von Werkzeugen profitieren, die es zur Zeit der ursprünglichen Trilogie noch nicht gab.
🎬 Ein Regisseur … der vor seiner eigenen Kamera auch zu Gollum werden muss
Andy Serkis wird zwei besonders anspruchsvolle Aufgaben unter einen Hut bringen müssen. Er wird die Schauspieler und die technischen Teams leiten und gleichzeitig selbst die Rolle des Gollum mittels Performance-Capture verkörpern.
Die ersten Bilder von den Dreharbeiten, die im Juli 2026 veröffentlicht wurden, zeigen genau diesen Moment, in dem Serkis fast augenblicklich vom Regisseur, der sein Drehbuch durchblättert, in die kauernde Kreatur schlüpft, die die Zuschauer seit über zwanzig Jahren kennen. [3]
Eine Doppelrolle, die letztlich das gesamte Unterfangen von Die Jagd nach Gollum : Gollum demjenigen anzuvertrauen, der ihn wahrscheinlich besser kennt als jeder andere.
Warum orientiert sich „The Hunt for Gollum“ an „Joker“?
Auf den ersten Blick mag es ziemlich unwahrscheinlich erscheinen, „Der Herr der Ringe“ mit „Joker“ in Verbindung zu bringen. Dennoch hat Peter Jackson selbst den Film von Todd Phillips als Inspirationsquelle für „The Hunt for Gollum“ genannt. [18]
Man sollte sich Mittelerde jedoch nicht als eine Art Gotham vorstellen. Der von Jackson angesprochene Einfluss betrifft vor allem die Art und Weise, wie die Psyche einer gequälten Figur beleuchtet wird, während gleichzeitig ihre Geschichte erzählt wird. [18]
Dieser Ansatz scheint besonders gut zu Gollum zu passen. Hinter der Kreatur, die von ihrem «Schatz» besessen ist, verbirgt sich immer noch Sméagol. Doch mehrere Jahrhunderte im Besitz des Rings haben seinen Geist, seinen Körper und seine Beziehung zu anderen zutiefst verändert.
So könnte der neue Film von Aragorns Jagd erzählen und uns dabei immer wieder in die Perspektive des Gejagten versetzen.
Peter Jackson erklärte übrigens, dass die Geschichte aus der inneren Perspektive von Gollum erzählt werden soll. Der Film dürfte sich daher mit seiner Psyche, aber auch mit seiner Sucht nach dem Ring befassen. [18]
Eine Jagd, erzählt aus der Perspektive der Beute
Diese Entscheidung könnte unsere Sichtweise auf die Geschichte völlig verändern.
In Tolkiens Werken suchen Aragorn und Gandalf nach Gollum, um wichtige Informationen über den Ring zu erhalten. Für sie stellt das Wesen daher eine Spur dar, die unbedingt verfolgt werden muss.
Aber Gollum sieht die Ereignisse natürlich ganz anders.
Aus seiner Sicht wird er verfolgt. Sauron hat ihn gefangen genommen und gefoltert. Gandalf versucht, ihn zu verhören. Aragorn spürt ihn schließlich auf und nimmt ihn gefangen. Schließlich halten ihn die Elben von Thranduil gefangen. [4] [5] [6]
Der Zuschauer könnte also Aragorns Beweggründe nachvollziehen und gleichzeitig Gollums Angst und Paranoia nachempfinden. Diese Umkehrung der Perspektive könnte zu einem der wichtigsten Unterschiede zu den vorherigen Filmen werden.
Eines bleibt jedoch entscheidend: Peter Jackson hat nie ein Remake von „Joker“ in Mittelerde angekündigt. Sein Vergleich bezieht sich auf eine erzählerische und psychologische Herangehensweise, nicht unbedingt auf den Ton, die Gewalt oder die Ästhetik des Films. [18]
Sméagol vor Gollum: Wie weit wird der Film in die Vergangenheit zurückreichen?
Lange bevor er zu dem Wesen wurde, das wir kennen, hieß Gollum noch Sméagol. Er gehörte zu einem Volk, das mit den Hobbits verwandt war und in der Nähe der Iriswiesen und an den Ufern des Anduin lebte. Sein Leben geriet jedoch aus den Fugen, als ein einfacher Geburtstag zur Entdeckung des Einen Rings führte. [4]
Um das Jahr 2463 des Dritten Zeitalters macht sich Sméagol mit seinem Verwandten und Freund Déagol auf zum Angeln. Dieser fällt ins Wasser, nachdem er von einem Fisch mitgerissen wurde. Auf dem Grund des Flusses entdeckt er dann einen glänzenden Ring, der im Schlamm vergraben ist. [4]
Sméagol bemerkt dies sofort. An diesem Tag hat er Geburtstag. Also verlangt er den Ring als Geschenk. Déagol weigert sich jedoch, ihm seinen Fund zu überlassen.
Sméagol erwürgt ihn daraufhin und bemächtigt sich des Rings. [4] Dieser Mord bildet den eigentlichen Ausgangspunkt für Sméagols langen Wandel zum Gollum.
Wie hat der Ring Sméagol verändert?
Der Ring verwandelt Sméagol nicht sofort in ein Höhlenwesen.
Zunächst entdeckt er, dass er unsichtbar werden kann. Dank dieser Fähigkeit beginnt er, die Mitglieder seiner Gemeinschaft auszuspionieren. Er deckt ihre Geheimnisse auf und nutzt seine neuen Fähigkeiten nach und nach zu seinem Vorteil. [4]
Sein Verhalten wird jedoch schnell unerträglich. Sméagol stiehlt, spioniert und stiftet Streit. Seine Familie weist ihn daher schließlich zurück. Seine Großmutter, die zu dieser Zeit die Gemeinschaft leitet, verweist ihn schließlich aus der Gemeinschaft. [4]
In dieser Zeit trat sein seltsames Kehlgeräusch zum ersten Mal auf.
Die anderen fangen daraufhin an, ihn Gollum zu nennen.
Verstoßen und nun auf sich allein gestellt, zieht er nach und nach in die Berge hinauf. Schließlich entdeckt er eine Höhle unter den Nebelbergen. Dort, fernab vom Licht, versinkt Gollum in ein Dasein, das mehrere Jahrhunderte andauern wird. [4] [6]

Über 470 Jahre allein mit dem Ring
Gollum gelangt um das Jahr 2463 in den Besitz des Rings. Bilbo begegnet ihm im Jahr 2941 in den Nebelbergen. Zwischen der Entdeckung des Rings und ihrer Begegnung liegen somit etwa 478 Jahre. [6] [8]
Während dieser unendlich langen Zeit verlängert der Ring Gollums Leben auf ungewöhnliche Weise. Sein Körper verändert sich. Sein Gedächtnis lässt nach. Vor allem aber wird seine Besessenheit von seinem «Schatz» zum Mittelpunkt seines Daseins.
Dann kommt Bilbo.
Im Verlauf der Ereignisse in „Der Hobbit“ verliert Gollum den Ring. Bilbo findet ihn und verlässt schließlich mit ihm die Tiefen des Nebelgebirges. [8]
Dieser Verlust führt zu einem weiteren Bruch in Gollums Leben. Nach mehreren Jahren verlässt er schließlich seine Höhle und macht sich auf die Suche nach demjenigen, der ihm seinen Schatz geraubt hat.
Und genau diese Entscheidung wird ihn schließlich auf den Weg von Aragorn, Gandalf und Sauron führen.
Könnte der Mord an Déagol in „The Hunt for Gollum“ vorkommen?
Das ist möglich. Derzeit gibt es jedoch keine Anhaltspunkte, die dies belegen.
Peter Jacksons Vergleich mit „Joker“ macht diese Möglichkeit jedoch interessant. Wenn Andy Serkis die Psyche von Gollum eingehend ergründen möchte, könnte dessen Vergangenheit natürlich in Form von Erinnerungen oder Rückblenden dargestellt werden. [18]
Peter Jackson hatte übrigens bereits einen Teil dieser Geschichte gezeigt.
Zu Beginn von „Die Rückkehr des Königs“, der 2003 in die Kinos kam, lernen wir Sméagol und Déagol noch vor ihrer Verwandlung kennen. Déagol findet den Ring im Anduin. Wenige Augenblicke später tötet Sméagol seinen Gefährten, um sich den Ring anzueignen.
Diese Szene machte dann deutlich, wie aus Sméagol Gollum geworden war.
„The Hunt for Gollum“ könnte diese Geschichte also aus einem anderen Blickwinkel beleuchten. Der Film könnte jedoch genauso gut davon ausgehen, dass die Zuschauer sie bereits kennen.
Genau darin liegt eine der großen Unbekannten des Projekts: Wie tief möchte Andy Serkis in die Erinnerungen von Sméagol eintauchen?
📊 Gollum in Zahlen
Mehr als 550 Jahre
Gollums schwindelerregendes Alter
Tolkien gibt das genaue Geburtsdatum von Sméagol nicht an. Anhand seiner Chronologie lässt sich sein Alter jedoch abschätzen.
Sméagol gelangt in den Besitz des Rings 2463 des Dritten Zeitalters. Danach besitzt er es etwa 478 Jahre, bis zu seiner Begegnung mit Bilbo im Jahr 2941. [6] [8]
Als die von Aragorn angeführte Jagd zu Beginn der 3000er Jahre stattfand, hatte Gollum also bereits gelebt mehr als fünf Jahrhunderte.
Diese außergewöhnliche Langlebigkeit ist nicht natürlich. Wie bei Bilbo hat der Besitz des Rings sein Leben erheblich verlängert.
Wo wird „The Hunt for Gollum“ gedreht? Die Rückkehr nach Neuseeland
Um Mittelerde wiederzuentdecken, kehrt „The Hunt for Gollum“ dorthin zurück, wo alles begann: nach Neuseeland.
Die Dreharbeiten begannen offiziell im Juli 2026. Warner Bros. gab dies mit einem ersten Video bekannt, das Andy Serkis in einem Performance-Capture-Anzug zeigt. Die Aufnahmen enden übrigens mit den für das Land typischen Berglandschaften. [3]
Diese Entscheidung ist keineswegs unbedeutend. Neuseeland hat das visuelle Erscheinungsbild der Trilogien „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ geprägt. Mehr als zwanzig Jahre nach „Die Rückkehr des Königs“ kehrt Andy Serkis nun zu den Landschaften zurück, die man mit Peter Jacksons Mittelerde verbindet.
Allerdings sind noch nicht alle Drehorte für „The Hunt for Gollum“ bekannt. Man muss daher zwischen den tatsächlich bestätigten Drehorten und den Orten unterscheiden, die lediglich in Betracht gezogen oder im Internet erwähnt wurden.
Und unter den nun bestätigten Orten dürfte einer davon die Fans besonders begeistern.
Hobbiton empfängt erneut die Kameras
Ja, Hobbiton ist wieder da.
Im Juli 2026 schloss das berühmte Hobbiton-Filmset in Matamata vorübergehend seine Pforten. Der Grund dafür war durchaus sympathisch: Das Team von „The Hunt for Gollum“ hatte das Auenland in Beschlag genommen, um dort neue Szenen zu drehen. [20]
Die Website bestätigte anschließend ihre Teilnahme an den Dreharbeiten. Noch amüsanter ist, dass einige Mitglieder ihres Teams die berühmten „behaarten Füße“ anzogen, um als Statisten mitzuwirken. [20]
Die Rückkehr nach Hobbiton wirft zwangsläufig eine Frage auf: Welche Rolle wird die Geschichte im Auenland spielen?
Die bestätigte Besetzung von Elijah Wood in der Rolle des Frodo eröffnet mehrere Möglichkeiten. Der Film könnte Ereignisse zeigen, die parallel zur Jagd auf Gollum ablaufen. Er könnte das Auenland auch als Ausgangspunkt oder als erzählerisches Element nutzen.
Allerdings ist bisher keine dieser Hypothesen bestätigt worden.
Eines ist sicher: Mehr als 25 Jahre nach den ersten Dreharbeiten von Peter Jackson werden die grünen Hügel von Hobbiton erneut das Auenland auf der Leinwand verkörpern.
Möchten Sie einen Blick hinter die Kulissen von Hobbiton werfen?
Um besser zu verstehen, warum dieser Ort untrennbar mit Mittelerde verbunden ist, sollten Sie diese Führung durch das Hobbiton-Filmset miterleben. Zwischen den Hobbithäusern, der Sackgasse und dem Gasthaus „Zum Grünen Drachen“ existiert das Auenland tatsächlich in Neuseeland.
Wellington: das historische Herz von Peter Jacksons Mittelerde
Während Hobbiton die idyllischste Seite von Mittelerde verkörpert, ist Wellington seit langem einer der wichtigsten Produktionsstandorte.
Peter Jackson hat einen Großteil des filmischen Universums von „Der Herr der Ringe“ rund um die neuseeländische Hauptstadt entwickelt. Die Teams von Wētā waren insbesondere an der Gestaltung der Kreaturen, der visuellen Effekte und zahlreicher Elemente beteiligt, die das Erscheinungsbild der Filme geprägt haben.
Auch bei „The Hunt for Gollum“ setzt sich diese historische Verbindung fort. Andy Serkis hat seine Rückkehr nach Neuseeland an der Seite von Peter Jackson, Fran Walsh, Philippa Boyens und den Teams von Wētā bestätigt. [21]
Diese Zusammenarbeit kommt natürlich bei Gollum besonders zum Tragen. Seit der Original-Trilogie beruht die Figur auf einer engen Verbindung zwischen der schauspielerischen Leistung von Andy Serkis und der digitalen Arbeit, die um ihn herum geleistet wird.

Wellington erweist sich somit erneut als ein wesentlicher Knotenpunkt dieses Abenteuers.
Was Stone Street Studios betrifft, sollten wir jedoch vorsichtig bleiben. Die Website wird derzeit von einigen Filmdatenbanken mit den Dreharbeiten in Verbindung gebracht. Es gibt jedoch noch keine offizielle Ankündigung, die bestätigen würde, welche Szenen dort gedreht werden sollen.
Könnten die Landschaften von Gollum wieder ihre Rolle einnehmen?
Neuseeland bietet für „The Hunt for Gollum“ einen erheblichen Vorteil. Ein Teil der Landschaften, die mit dieser Figur in Verbindung stehen, ist bereits aus Peter Jacksons Filmreihe bekannt.
In der Original-Trilogie wurden insbesondere mehrere Szenen mit Gollum rund um den Tongariro-Nationalpark gedreht. Der Mangawhero River diente als Kulisse für Ithilien, während die Vulkanlandschaften von Whakapapa Mordor und Emyn Muil darstellten. [22]

Insbesondere in dieser Region fangen Frodo und Sam Gollum ein, bevor dieser sie durch den Emyn Muil führt. Weiter entfernt trugen auch die Hänge des Ruapehu dazu bei, Mordor sein bedrohliches Aussehen zu verleihen. [22]
Könnten einige dieser Landschaften in „The Hunt for Gollum“ zu sehen sein?
Diese Möglichkeit ist natürlich verlockend. Schließlich dürfte die Handlung Gollum an die Grenzen Mordors zurückführen. Allerdings wurde bisher noch keiner dieser Drehorte offiziell für die neuen Dreharbeiten bestätigt.
Vorerst sollte man sie daher eher als die historischen Landschaften von Gollum in Peter Jacksons Universum betrachten und nicht als bestätigte Schauplätze des Films von 2027.
Wie wird Gollum in „The Hunt for Gollum“ aussehen?
Mehr als 25 Jahre liegen zwischen Peter Jacksons erstem Gollum und dem aus „The Hunt for Gollum“. Dennoch dürfte der neue Film nicht ganz bei Null anfangen.
Andy Serkis wird natürlich wieder die Stimme, die Bewegungen und die Mimik einbringen, die die Figur auf den ersten Blick unverwechselbar gemacht haben. Die Werkzeuge, die zur Aufzeichnung seiner Darbietung verwendet werden, haben sich seit «Die zwei Türme» jedoch enorm weiterentwickelt. Wie wir bereits gesehen haben, spricht Serkis mittlerweile von einem echten „Full Performance Capture“. [17]
Die Herausforderung wird also eine ganz besondere sein. Gollum muss vertraut genug bleiben, um zum selben Filmuniversum zu gehören. Andererseits kann seine Darstellung von den Fortschritten der letzten über zwanzig Jahre im Bereich der visuellen Effekte profitieren.
Diese Entwicklung hatte übrigens bereits mit „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ begonnen. Im Jahr 2012 behielt Gollum zwar sein ikonisches Aussehen bei, doch sein Gesicht gewann an Feinheit. Seine Augen, seine Haut und vor allem seine Mimik spiegelten die Darstellung von Andy Serkis viel präziser wider.

Ein realistischerer Gollum … aber nicht unbedingt anders
Technische Fortschritte bedeuten nicht zwangsläufig, dass sich Gollums Aussehen komplett verändern wird.
Im Gegenteil, eine der Herausforderungen wird wahrscheinlich darin bestehen, seine visuelle Identität zu bewahren. Seine großen Augen, sein ausgemergeltes Gesicht und seine Statur sind mittlerweile unverkennbar geworden. Eine zu starke Veränderung könnte daher einen Bruch zu den vorherigen Filmen bedeuten.
Die Einzelheiten könnten sich jedoch erheblich ändern.
Die Haut, die Gesichtsmuskeln oder auch die Augenbewegungen lassen sich heute in viel feineren Nuancen wiedergeben. Vor allem ermöglicht das «Full Performance Capture», mehrere Dimensionen des Schauspiels von Andy Serkis gleichzeitig aufzuzeichnen. [17]
So können ein Stirnrunzeln, eine Lippenbewegung oder ein zögerlicher Blick direkt zur endgültigen Darbietung beitragen.
Diese Präzisierung könnte in „The Hunt for Gollum“ von besonderer Bedeutung sein. Der Film dürfte sich eingehender mit der Psychologie von Sméagol und seiner Beziehung zum Ring befassen. [18]
Der neue Gollum muss also vielleicht gar nicht spektakulärer sein.
Er muss vor allem menschlicher wirken, wenn er wieder zu Sméagol wird … und beunruhigender, wenn Gollum die Oberhand gewinnt.
Sméagol und Gollum: Die eigentliche Herausforderung liegt vielleicht im Blick
Seit ihren ersten Auftritten beruht diese Figur auf einem faszinierenden Widerspruch. Sméagol mag zerbrechlich, fast kindlich wirken. Doch schon wenige Sekunden später wird Gollum misstrauisch, aggressiv und manchmal furchterregend.
Andy Serkis hat schon immer mit dieser Dualität gespielt. Die heutigen Technologien könnten es jedoch ermöglichen, weitaus subtilere Veränderungen darzustellen.
Der Blick wird wahrscheinlich entscheidend sein.
In „Die zwei Türme“ beruhte die berühmte Konfrontation zwischen den beiden Figuren bereits auf Serkis’ Schauspiel, dem Schnitt und der Gesichtsanimation. Mehr als zwanzig Jahre später könnte die gleichzeitige Erfassung von Gesicht und Körper diese Übergänge noch natürlicher gestalten. [17]
Das passt perfekt zu dem Ansatz, der für den neuen Film angekündigt wurde. Peter Jackson möchte Gollum von innen heraus beleuchten, insbesondere seine Psyche und seine Besessenheit vom Ring. [18]
So könnte die große technologische Weiterentwicklung von „The Hunt for Gollum“ letztendlich fast unsichtbar werden.
Wenn das funktioniert, sollte sich der Zuschauer nicht mehr fragen, wie Gollum entstanden ist.
Er sollte einfach glauben, dass er da ist.
Welche Geschichte wird „The Hunt for Gollum“ tatsächlich erzählen?
Wir kennen den Hintergrund von „The Hunt for Gollum“ nun viel besser. Dennoch bleibt eine entscheidende Frage unbeantwortet: Welchen Teil der Geschichte wird der Film tatsächlich erzählen?
Was Tolkien erzählt … und was der Film noch weiter ausbauen könnte
| In Tolkiens Schriften | Was Die Jagd nach Gollum könnte sich entwickeln |
|---|---|
| Gollum verlässt die Nebelberge | Seine Reise und seine Suche nach Bilbo |
| Gollum nähert sich Mordor | Die Gefahren an den Grenzen Mordors |
| Sauron nimmt Gollum gefangen | Seine Gefangenschaft und die psychologischen Folgen |
| Gollum verrät «Beutlin» und «Comté» | Der Druck, den Saurons Diener ausüben |
| Aragorn sucht nach Gollum | Die Jahre der Verfolgung, die weitgehend im Dunkeln blieben |
| Aragorn nimmt Gollum gefangen | Die Konfrontation zwischen dem Wanderer und seiner Beute |
| Gollum wird ins Waldreich gebracht | Die Reise mit Aragorn und die Strapazen des Weges |
| Die Elben halten Gollum gefangen | Die Rolle von Thranduil und vielleicht auch die von Seren |
Tolkiens Schriften bieten mehrere Möglichkeiten. Gollum durchlebt vor dem Ringkrieg eine besonders turbulente Zeit. Er verlässt die Nebelberge, sucht nach Bilbo, nähert sich Mordor, fällt Sauron in die Hände und setzt dann seine Reise fort. Aragorn kann ihn schließlich gefangen nehmen und bringt ihn ins Waldkönigreich. [4] [5] [6]
Der Titel des Films lässt natürlich vermuten, dass diese Jagd eine zentrale Rolle spielen wird. Andy Serkis und Peter Jackson scheinen jedoch über eine einfache Verfolgungsjagd durch Mittelerde hinausgehen zu wollen.
Der angekündigte Ansatz, der sich auf die Psychologie von Gollum stützt, könnte es ermöglichen, diese Zeit aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. [18]
So könnte Aragorn der Jäger sein, ohne dabei unbedingt zum einzigen Helden der Geschichte zu werden.
Und Gollum könnte die Beute sein … und gleichzeitig das eigentliche Herzstück des Films bleiben.
Reicht die Gefangennahme von Gollum aus, um einen ganzen Film zu füllen?
Auf dem Papier scheint die Geschichte relativ einfach zu sein: Aragorn sucht nach Gollum, spürt ihn auf und kann ihn schließlich gefangen nehmen.
Bei Tolkien erstreckt sich diese Jagd jedoch über mehrere Jahre und umfasst zahlreiche Bereiche, die im Dunkeln bleiben. [6]
Genau hier haben die Drehbuchautoren einen beträchtlichen Spielraum.
Tolkien schildert uns die wichtigsten Etappen. Allerdings berichtet er nicht von jedem einzelnen Tag, den Aragorn in der Wildnis verbrachte. Daher wissen wir nur wenig über die Begegnungen, Gefahren und Umwege, die seine Suche möglicherweise geprägt haben.
So kann der Film ganz neue Abenteuer entfalten und gleichzeitig die Anknüpfungspunkte der ursprünglichen Geschichte beibehalten.
Diese Freiheit erklärt vielleicht auch das Auftauchen von Figuren, die speziell für den Film geschaffen wurden, wie beispielsweise Seren. Die von Anya Taylor-Joy gespielte Sindar-Elfe kommt in Tolkiens Texten nicht vor. [11]
Seine Rolle ist nach wie vor unbekannt. Seine Anwesenheit zeigt jedoch bereits, dass Die Jagd nach Gollum wird sich wahrscheinlich nicht damit begnügen, die wenigen Passagen, die dieser Jagd gewidmet sind, Wort für Wort wiederzugeben.
Könnte Sauron zu einer viel größeren Bedrohung werden?
Bevor er von Aragorn gefangen genommen wird, erlebt Gollum eine andere, weitaus schrecklichere Gefangenschaft.
Er fällt in die Hände von Sauron.
Unter Folter gibt Gollum schließlich zwei Informationen preis, die weitreichende Folgen haben werden: «Sacquet» und «Comté». [4]
Wir haben diese Episode bereits zuvor angesprochen. In einem Film, der jedoch stärker aus Gollums Perspektive erzählt wird, könnte diese Zeit eine ganz andere Dimension annehmen.
Sauron müsste gar nicht ständig auf der Leinwand zu sehen sein. Seine Präsenz könnte durch seine Diener, Mordor und vor allem durch die Traumata, die er bei Gollum hinterlassen hat, auf die Handlung einwirken.
Dieser Ansatz würde es zudem ermöglichen, der von Aragorn angeführten Jagd mehr Spannung zu verleihen. Er würde nicht einfach nur nach einem Wesen suchen, das sich in der Wildnis verirrt hat.
Er würde jemanden verfolgen, den auch der Feind sucht.
Welche Figuren werden bei der Jagd auf Gollum eine Rolle spielen?
Aragorn dürfte natürlich eine zentrale Rolle in „The Hunt for Gollum“ spielen. In der von Tolkien erdachten Geschichte findet seine Jagd jedoch nicht im Alleingang statt.
Gandalf ist der Ausgangspunkt zahlreicher Erkundungen rund um den Ring. Anschließend empfängt Thranduil Gollum in seinem Königreich. Auch neue Figuren könnten in die von Tolkien freigelassenen Lücken eingefügt werden.
Schließlich wirft die angekündigte Rückkehr von Frodo eine weitaus rätselhaftere Frage auf. Zu der Zeit, als Aragorn nach Gollum sucht, ahnt der Hobbit noch kaum etwas von der Gefahr, die sich dem Auenland nähert.
Der Film enthält also mehrere Figuren, die diese Jagd direkt mit den Ereignissen aus „Der Herr der Ringe“ in Verbindung bringen können.
Gandalf: Derjenige, der Gollum zum Reden bringen will

Gandalf sucht Gollum nicht aus bloßer Neugier. Der Zauberer versucht vielmehr, den Ursprung des Rings zu ergründen, der jahrelang im Besitz von Bilbo war.
Zusammen mit Aragorn beteiligt er sich an den Suchaktionen, um das Wesen aufzuspüren. Als Gollum schließlich gefangen genommen wird, kann Gandalf ihn im Waldreich verhören. Die Antworten, die er erhält, sind besonders beunruhigend. [6] [8]
Gollum war ein Gefangener Saurons. Vor allem aber kennt der Feind nun zwei entscheidende Wörter: «Beutler» und «Auenland».
Die Rückkehr von Ian McKellen könnte sich also durchaus gut in diesen Teil der Geschichte einfügen. Allerdings wissen wir noch nicht, welche Rolle Gandalf im Drehbuch tatsächlich spielen wird.
Eines scheint jedoch besonders interessant zu sein: Durch Gollum könnte Gandalf nach und nach begreifen, dass Bilbos Ring eine weitaus größere Gefahr darstellt, als er sich jemals vorgestellt hatte.
Thranduil: Gollum, Gefangener des Waldreichs

Auch die Rückkehr von Lee Pace steht in direktem Zusammenhang mit Tolkiens Werken.
Nach seiner Gefangennahme führt Aragorn Gollum ins Waldreich. Dort wird die Kreatur den Elben von Thranduil anvertraut, die sie bewachen sollen. [7] [8]
Diese Gefangenschaft unterscheidet sich jedoch erheblich von einer gewöhnlichen Haft. Die Elben erlauben es Gollum manchmal, unter Aufsicht hinauszugehen und auf Bäume zu klettern.
Diese relative Freiheit wird letztendlich erhebliche Folgen haben.
Während eines Angriffs der Diener Saurons nutzt Gollum das Chaos, um zu fliehen. [9]
Das Waldreich könnte also weit mehr bieten als nur einen kurzen Auftritt von Thranduil. Es könnte zum Schauplatz eines wesentlichen Teils der Handlung werden, insbesondere wenn der Film sich dafür entscheidet, das Verhör und anschließend die Flucht von Gollum zu zeigen.
Seren: Welche Rolle spielt die neue Elfe?

Er ist wahrscheinlich eine der Figuren, die am schwersten einzuschätzen sind.
Seren, gespielt von Anya Taylor-Joy, wird als eine Sindar-Elfe dargestellt, die mit dem Waldreich verbunden ist. Vor allem aber kommt sie in Tolkiens Werken nicht vor und wurde eigens für den Film erfunden. [11]
Seine Zugehörigkeit zum Volk von Thranduil verschafft ihm jedoch einen besonders interessanten Platz in der Geschichte.
Könnte sie an der Überwachung von Gollum beteiligt sein? Bei seiner Vernehmung dabei sein? An seiner Flucht beteiligt sein?
All diese Möglichkeiten passen zum Kontext. Allerdings ist derzeit keine davon bestätigt.
Seren könnte es den Drehbuchautoren gerade ermöglichen, die Ereignisse im Waldreich weiterzuentwickeln, ohne den Werdegang einer von Tolkien geschaffenen Figur direkt zu verändern.
Vorerst bleibt sie also eine der großen Unbekannten in „The Hunt for Gollum“.
Frodo: Warum taucht er in dieser Geschichte wieder auf?

Noch faszinierender ist vielleicht die Rückkehr von Elijah Wood.
In Tolkiens Zeitablauf befindet sich Frodo während eines Großteils der von Gandalf und Aragorn unternommenen Erkundungen noch immer im Auenland. Er ist daher nicht direkt an der Jagd auf Gollum beteiligt.
Dennoch wird Elijah Wood in der Besetzungsliste aufgeführt. [10]
Es gibt mehrere narrative Möglichkeiten. Frodo könnte in einer Einleitung, einem Epilog oder einer Rahmenhandlung zur Hauptgeschichte auftreten. Der Film könnte bestimmte Ereignisse auch aus seiner Perspektive noch einmal beleuchten.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist jedoch keine dieser Möglichkeiten bestätigt.
Seine Anwesenheit besitzt jedoch eine offensichtliche erzählerische Kraft. Während Aragorn nach Gollum sucht, erfährt Sauron bereits von der Existenz von «Beutlin» und dem «Auenland».
So könnte Frodo als derjenige erscheinen, der noch nicht ahnt, dass sich eine gewaltige Bedrohung langsam auf ihn zubewegt.
FAQ – Die Jagd nach Gollum
Nachdem wir uns ausführlich mit der Geschichte, der Besetzung und den Hintergründen von „The Hunt for Gollum“ befasst haben, bleiben noch einige Fragen offen. Diese FAQ beantwortet daher praktische oder spezielle Fragen, auf die wir in unserem Dossier nicht direkt eingegangen sind.
Gibt es ein Buch mit dem Titel „The Hunt for Gollum“?
Nein. J.R.R. Tolkien hat nie ein Buch mit dem Titel „The Hunt for Gollum“ veröffentlicht. Der Film greift Ereignisse auf, die in „Der Herr der Ringe“ und in mehreren Texten über Mittelerde erwähnt werden.
Es handelt sich also nicht um die Verfilmung eines Romans mit diesem Titel, sondern um die filmische Umsetzung einer Geschichte, die bei Tolkien bereits vorhanden war.
An welcher Stelle der Saga sollte man sich „The Hunt for Gollum“ ansehen?
Chronologisch gesehen spielt „The Hunt for Gollum“ nach „Der Hobbit“ und vor den Hauptereignissen von „Die Gemeinschaft des Rings“.
Allerdings hatte Peter Jackson bereits bestimmte Zeitabschnitte in Tolkiens Chronologie verkürzt. Der genaue Platz des neuen Films in der filmischen Kontinuität muss daher noch geklärt werden.
Muss man „Der Herr der Ringe“ gesehen haben, bevor man „The Hunt for Gollum“ anschaut?
Das ist wahrscheinlich nicht unbedingt notwendig, um die Geschichte zu verstehen. Hat man jedoch „Der Herr der Ringe“ gesehen, kann man die Figuren, die Schauplätze und die zahlreichen Verbindungen zur ursprünglichen Trilogie sicherlich besser würdigen.
Für Liebhaber des Genres dürfte der Film vor allem neue Einblicke in Ereignisse bieten, die bisher auf der Leinwand nur angedeutet wurden.
Gibt es einen Film mit dem Titel „The Hunt for Gollum“, der 2009 erschienen ist?
„The Hunt for Gollum“ ist auch der Titel eines unabhängigen Fanfilms, der 2009 erschien. [19] Dieses inoffizielle Projekt verfilmte bereits Aragorns Jagd auf Gollum.
Man sollte ihn daher nicht mit dem neuen Film verwechseln, der im Rahmen des Filmuniversums von Peter Jackson produziert wurde.
Quellen und Literaturhinweise
[1] – Variety
Erscheinungsdatum von Der Herr der Ringe: Die Jagd nach Gollum, festgelegt auf den 17. Dezember 2027.
Quelle anzeigen
[2] – Middle-earth Enterprises / Embracer Group
Offizielle Ankündigung des Projekts mit Andy Serkis, Peter Jackson, Fran Walsh und Philippa Boyens.
Die offizielle Quelle einsehen
[3] – Variety
Produktionsstart in Neuseeland und erste Bilder von Andy Serkis bei der Performance-Capture-Aufnahme.
Quelle anzeigen
[4] – J.R.R. Tolkien / Tolkien Gateway
Sméagol, Déagol, die Entdeckung des Rings und die Geschichte von Gollum.
Referenzen einsehen
[5] – J.R.R. Tolkien / Elronds Rat
Aragorns Suche nach und Gefangennahme von Gollum.
Referenzen einsehen
[6] – J.R.R. Tolkien / Anhang B
Chronologie der Suche nach Gollum und Aragorns Weg.
Zeitleiste anzeigen
[7] – J.R.R. Tolkien / Unvollendete Geschichten und Legenden
Aragorns Reise mit Gollum ins Waldreich.
Referenzen einsehen
[8] – J.R.R. Tolkien / Der Hobbit
Begegnung zwischen Bilbo und Gollum in den Nebelbergen im Jahr 2941.
Referenzen einsehen
[9] – J.R.R. Tolkien / Elronds Rat
Gollums Gefangenschaft im Waldreich und die Umstände seiner Flucht.
Referenzen einsehen
[10] – Variety / CinemaCon 2026
Informationen zur Besetzung von Die Jagd nach Gollum.
Quelle anzeigen
[11] – Variety
Anya Taylor-Joy und die Figur der Seren in Die Jagd nach Gollum.
Quelle anzeigen
[12] – British GQ
Viggo Mortensen spricht über die Bedingungen für eine mögliche Rückkehr in die Rolle des Aragorn.
Das Interview lesen
[13] – The Playlist
Philippa Boyens spricht über Viggo Mortensen und die Möglichkeiten, die für Aragorn in Betracht gezogen wurden.
Quelle anzeigen
[14] – Variety
Andy Serkis spricht über Viggo Mortensen und Jamie Dornan in der Rolle des Aragorn.
Quelle anzeigen
[15] – Entertainment Weekly
Peter Jackson erläutert die Entscheidung, Andy Serkis als Regisseur zu engagieren.
Quelle anzeigen
[16] – WIRED
Andy Serkis berichtet über seine Erfahrungen als Regisseur des zweiten Teams bei Der Hobbit.
Das Interview lesen
[17] – Interview mit Andy Serkis
Technologische Entwicklung und Einsatz von «Full Performance Capture».
Das Interview lesen
[18] – Entertainment Weekly
Peter Jackson erläutert den Einfluss von Joker über den psychologischen Ansatz in Bezug auf Gollum.
Quelle anzeigen
[19] – Die Jagd nach Gollum (2009)
Ein unabhängiger Fanfilm unter der Regie von Chris Bouchard, nicht zu verwechseln mit dem neuen Film.
Den Fanfilm ansehen
[20] – Hobbiton-Filmkulisse
Informationen zu den Dreharbeiten zu Die Jagd nach Gollum in Hobbiton.
Beitrag anzeigen
[21] – GamesRadar+
Rückkehr langjähriger Mitglieder der Teams, die an den Mittelerde-Verfilmungen mitgearbeitet haben.
Quelle anzeigen
[22] – Department of Conservation New Zealand
Neuseeländische Orte, die als Kulisse für Mittelerde dienten, darunter Whakapapa, Ruapehu und Emyn Muil.
Die offizielle Quelle einsehen

